Mit dem Bau der Forstwerkhöfe in Turbental und Rheinau initiierten Burkhalter Sumi eine Serie einfacher, zweckmässiger und gestalterisch hochwertiger Funktionsbauten. Die baulichen Anforderungen von der Einstellhalle bis zur Administration werden durch unterschiedliche Baukörper mit verschiedenen konstruktiven Standards gelöst, was einerseits Vielfalt, andererseits Effizienz liefert. Die offene Einstellhalle steht leicht und filigran im Wald. Das Pultdach aus Kastenelementen wird von rohen Baumstamm-Stützen getragen. Die Aussteifung erfolgt durch Streben und Zugbänder aus Stahl. Eine horizontale Brettschalung schirmt Teile der Halle ab. Dieselbe, rot gefärbte Schalung findet sich wieder am Administrationstrakt, der mit einer Garage verbunden ist. Die Holzrahmenkonstruktion ist im Inneren mit Tannensperrholz verkleidet, das lediglich gewachst ist. Der Garagentrakt wurde aus Brandschutzgründen massiv gebaut und vertikal mit Holz verschalt. Die drei Baukörper formen einen stimmigen Ort mitten im Wald, einen einladenden Rahmen für die Arbeiten der Forstleute. Sie überzeugen mit ihrer Klarheit, Farbgebung und Detailierung und fügen sich in das Werk des Züricher Holzbau-Pionierbüros.
Stungo, Naomi: Neue Holzarchitektur. Stuttgart/London 1998, S. 56–65. – Standardisierte Forstwerkhöfe – Architekten: Marianne Burkhalter und Christian Sumi, Zürich, in: Werk, Bauen + Wohnen 5/1994, S. 40–44.
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