Das spätmittelalterliche Wohnhaus wurde laut Dendrochronologie (= Holzaltersbestimmung) 1409 errichtet und laut Inschrift 1654 erweitert – es umfasst entsprechend eine westliche und eine östliche Haushälfte. Im Rahmen einer Bauforschungskampagne konnten in Mühlebach weitere neun Bauten zwischen 1381 und 1497 identifiziert werden – es handelt sich um den ältesten in Holz errichteten Dorfkern der Schweiz. Der Blockbau Adolf Guntern gründet auf einem massiven Sockelgeschoss, besitzt zwei Vollgeschosse und ein flach geneigtes, mit Eternitschindeln gedecktes Satteldach. Die Erweiterung bedingt eine Asymmetrie, die jüngere Haushälfte duckt sich unter dem abgeschleppten Satteldach und ist entsprechend lediglich eingeschossig. Die Stube und die darüberliegende Kammer besitzen Fensterbänder, in deren Verlängerung Rillenfriese verlaufen – die einzigen (erhaltenen) im Goms. Häufiger sind in der Region hingegen die sogenannten Heidenkreuze, Ständer unter der Firstpfette, anzutreffen, das dieses Wohnhaus ebenso aufweist, wie auch den Rest eines ehemaligen Balkenkopfkamins. Der Blockbau wurde 2002 denkmalgerecht hat saniert.
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