Mitten im naturgeschützten Wald liegen malerisch drei Kleingebäude als externe Erweiterung eines Hotelbetriebs. Das Wald-, das Stein- und das Mooshaus sind aufgeständerte Pavillons. Obwohl der Blausee nur wenige Meter entfernt liegt, fokussierten die Architekt:innen den Blick in Baumwipfel und auf moosbewachsene Felsen. Geniessen kann man den besonderen Blick vom Schlaf- und Aufenthaltsbereich sowie von einer vorgelagerten Terrasse. Um Reversibilität zu gewährleisten, schweben die Pavillons auf minimalen Fundamenten und auf Stahlstützen. Die folgenden, mit Pultdächern gedeckten Holzkonstruktionen sind absolut reduziert. Lokales Kiefernholz prägt das Erscheinungsbild im Innern wie im Äusseren. Die vertikale Lattung der Fassaden ist anthrazit gefärbt und kontrastiert mit dem hellen Anstrich des Täfers im Inneren. Ergänzt wird die Materialpalette mit Mitholzer Kieselkalk, der in den Bädern und bei den Fussböden zum Zug kommt. Das Team um Sarah Lechner und Stefan Amann verstehen sich als forschende Architekt:innen, das Büro zeichnet für mehrere sensible Eingriffe in die Natur verantwortlich.
Bünter, Ursula: Waldgeflüster. Waldhäuser beim Blausee, in: Raum und Wohnen 6–7/2023.
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