Der Bau des Trigonhauses, eines Feriendomizils am Rand des damals neu gegründeten Skiressorts Rosswald-Saflisch, ist ein Schlüsselwerk des Architektenpaars Wenger. Inspiriert von den amerikanischen A-frame-Häusern, den «Nur-Dach–Häusern», entwickelten sie ein aussergewöhnliches Raumkonzept auf Pfählen. In den dreieckigen Querschnitt sind ein Wohngeschoss und eine Galerie eingefügt, anfänglich erschlossen über eine Leiter. Talseitig kragt eine dreieckige Terrasse aus, die als überdimensionaler «Klappladen» hochgezogen werden kann und so in Abwesenheit das Feriendomizil verschliesst. Die Terrasse verdeckt eine dreieckig geteilte Panorama-Fensterfront, deren Scheiben über die Achse gedreht geöffnet werden. Zwanzig Jahre später wurde ein zylinderförmiges Untergeschoss zwischen die Pfähle gesetzt und das Klappkonzept bergseits adaptiert. Die nunmehr drei Geschosse wurden mit einer Wendeltreppe verbunden, die einfache Küchenzeile wurde durch eine «Kugelküche» ersetzt. Abgesehen von der Höhenlage bot das Trigon-Haus keine besonderen konstruktiven Herausforderungen. Aber es erforderte, Architektur und Raum neu zu denken. Es fand im Werk der Wengers, unter anderem im Pavillon auf der SAFFA-Ausstellung 1958 in Zürich, eine Weiterentwicklung. Das dank einfacher Rastermasse flexible Konzept sollte in Serie gehen und inspirierte auch zahlreiche andere «Nur-Dach–Häuser».
Ein dauerhaftes Zelt, in: Gadola, Reto (Hg.): Architektur der Sehnsucht. 20 Schweizer Ferienhäuser aus dem 20. Jahrhundert. Zürich, 2013, S. 113–115. – Trigon. Ferienhaus im Wallis, in: Werk 6/1958, S. 202–203.
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