Das Broyetal nahe von Chevroux war/ist seit 300 Jahren das Zentrum des Schweizer Tabakanbaus. Derzeit werden in der Schweiz auf 400 Hektaren jährlich etwa 1‘000 Tonnen Tabak angebaut. Dieser Trocknungshangar wurde 1967 auf einem Betonsockel (neu) errichtet – Teile der Konstruktion dürften zweitverwendet sein. Der landwirtschaftliche Funktionsbau folgt der Nutzung: Tabakblätter werden über mehrere Monate zum Trocknen aufgehängt. Hierfür benötigt man einfache, luftdurchlässige, aber vor Feuchtigkeit geschützte Konstruktionen. Der Rahmenbau war in Betrieb in Geschosse geteilt, die aus Hängegestellen bestanden und so eine effiziente Bestückung ermöglichten. Übrig geblieben ist eine ob ihrer Dimension imposante Raumhülle, mit Andreaskreuzen und Streben als Aussteifung sowie einer lockeren Holzlattung als Witterungsschutz. Die beiden Längsseiten sind mit hohen Fensterschlitzen versehen, die je nach Wetterlage verschlossen werden können. Der Trockungshangar sucht derzeit eine neue Nutzung. Es wäre wünschenswert, wenn der Zeuge vergangener Agrargeschichte dabei authentisch bleiben könnte.
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