Das Sommerhaus steht am Ufer des Bettenweihers, eingebettet in eine malerische Landschaft und einen vielfältigen, verwunschenen Garten. Der Vorgängerbau aus Beton versank langsam im moorigen Untergrund und musste durch einen Neubau ersetzt werden, entsprechend bot sich für den Ersatzneubau eine leichte Holzbauweise an. Das Haus gründet auf Rammpfählen resp. acht massiven Lärchenholzpfeilern, die über zwei Längspfetten eine auskragende Hohlkastendecke tragen. Die Lasten des Flachdachs werden über zwölf regelmässig angeordnete A-förmigen Wandscheiben abgetragen. Dies ermöglicht eine freie Raumaufteilung und sorgt gleichzeitig für die nötige Aussteifung des Obergeschosses. Die Gebäudehülle ist mehrschichtig aufgebaut und wirkt dadurch leicht und transparent. Die innere Fassade besteht aus dunkelgrün gestrichenen Holzplatten und markiert die Grundmauern des Vorgängerbaus. Die allseitig umlaufende Loggia im Obergeschoss dient als Filter zwischen der inneren und der äusseren Fassadenschicht und ist mit Cortenstahl als Witterungsschutz eingekleidet, welches mit den Jahren eine schöne Patina erhalten hat. Die Cortenstahlschicht weist raumhohe, schräg geschnittene Öffnungen auf: Das Haus mutet wie ein verzaubertes Nest inmitten der Baumwipfel an.
Auszeichnung gutes Bauen 2006-2010 Kantone Schaffhausen, Thurgau, St Gallen, Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Glarus und Fürstentum Liechtenstein
Sommerhaus auf dem Seerücken, Kanton Thurgau, in: Holzbulletin 25/2010, S. 1984–1987. – Architekturforum Ostschweiz (Hg.): Sommerhaus auf dem Seerücken, Rapperswilen (= Auszeichnung gutes Bauen 2006–2010). Zürich 2010, S. 16–19. – Dunkler Tann kann bronzen schimmern: Region Ost/Est/Est, in: Hochparterre 6–7/2009, S. 50–51.
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