Die Siedlung Grünmatt ersetzt eine Arbeitersiedlung aus den 1920er-Jahren mit 64 Reihenhäusern. Heute umfasst die Grünmatt 155 Wohneinheiten – eine Verdichtung, die sich am ursprünglichen Charakter der Arbeitersiedlung resp. der Idee der Gartenstadt orientiert. Es entstanden vier, dem Gelände folgend gekrümmte Zeilen mit zwei-, drei- und viergeschossigen Mehrfamilien- und Reihenhäusern. Die Dichte wurde durch eine deutliche Verkleinerung der privaten Freiflächen erzielt, im Fokus steht nun der gemeinschaftlich genutzte Freiraum. Unterbrüche in den Zeilen dienen der Vernetzung der Frei- und Erschliessungsflächen. Die tragenden Innenwände der Hauszeilen bestehen aus Brettstapelelementen, die Decken aus Holz-Beton-Verbund-Elementen. Aus brandschutztechnischen Gründen wurden die Treppenhäuser und die Giebelfassaden in Sichtbeton errichtet. Den verschalten Holzbauten sind südseitig Loggien vorgelagert. Wohl aus Witterungsschutzgründen wurde hier auf ein Betongerüst zurückgegriffen. Zusammen mit den massiven Giebelfassaden reduziert sich dadurch die Lesbarkeit des Holzbaus leider deutlich. Die Grünmatt ist eine lebendige Siedlung mit günstigen Mietzinsen. Die neu gewonnen Dichte funktioniert sehr gut und markiert einen zeitgemässen Umgang mit Aussenraum. Dies insbesondere, da sämtliche Binnenwege autofrei sind.
Der Ersatzneubau der Siedlung Grünmatt erweist ihrem Namen die Ehre, in: densipedia.ch (07/2019). – Mehr als Reihenhäuser, in: Wohnen 5/2014. – Familienheim-Genossenschaft Zürich FGZ (Hg.): FGZ Bauleitbild und Entwicklungsplan 2004–2025. Zürich 2004.
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