Port ist dispers bebaut. Das neue Schulhaus mit Kindergarten – ein Wettbewerbserfolg – orientiert sich an dieser Körnung: Die Schulraumeinheiten sind als Quader ausgebildet und versetzt in den Hang gestapelt, das Satteldach ist jeweils über die Diagonale gezogen. In der Summe mutet dies wie ein Faltdach an. Sämtliche Schulräume sind übereck belichtet. Die Mittelachse, die im Zickzack geführte Haupterschliessung, wird über sieben Oberlichter erhellt. Als Konstruktion wurde eine Rahmenbauweise gewählt. Das Dach besteht aus schrägen Hohlkastenelementen. Die Betondecke über dem Hanggeschoss lagert auf Holzstützen. Ebenfalls aus Beton sind die Treppenkerne sowie alle das Erdreich tangierenden Bauteile. Die Fassaden sind mit Weisstannenbrettern verschalt. Feine Deckleisten zeichnen das konstruktive Raster nach und binden die raumhohen Fenster ein. Das Dach des Schulhauses ist vollflächig mit einer PV-Anlage bestückt, die neben dem Eigenbedarf weitere 50 Porter Haushalte versorgt. Dem jungen Zürcher Büro Skop ist mit dem ersten Grossprojekt ein beachtliches Stück Architektur gelungen.
Best architects, 2019; Schweizer Solarpreis, 2018; Arc Award «Der erste Bau», 2018
Primarschule Port, in: Lignum Holzbulletin 136/2020, S. 3392–3397. – Schröder, Till: Building the Future. Educational Architecture. Münster 2019. – SIA Sektion Bern (Hg.): de 5 à 7: Erlebte Baukultur. Bern 2019, Nr. 118. – Eschbach, Andrea: Zackige Lernlandschaft, in SonntagsZeitung 30.12.2018. – Joanelly, Tibor: Ausicht nach innen, in: Werk, Bauen + Wohnen 11/2018, S. 36–41. – Jorisch, Philippe: Die Sternschnuppen unter den Schulen, in: NZZ 18.4.2018. – Tanner, Caroline: Freundliches UFO, in: Modulor 2/2018, S. 72–79. – Petersen, Palle: Zackige Schule, in: Hochparterre 3/2018, S. 12–17. – Schule Port, in: architecture suisse 4/2017, S. 39–42. – Erziehungsdirektion Kanton Bern (Hg.): Schulraum gestalten. Planung und Weiterentwicklung von Anlagen der Volksschule. Bern 2015.
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