Das Oberstufenschulhaus besteht zu zwei parallel versetzten Riegeln, dem Klassenzimmer- und dem Spezialtrakt, und einer um 90 Grad gedrehten, ins Erdreich abgesenkten Turnhalle. Die beiden einbündig organisierten Schultrakte folgen einem Raster von 2.5 und einer maximalen Spanweite von 8 Metern. Je vier Achsen ergeben ein Klassenzimmer, das an der Fassade von einem mächtigen Unterzug zusammengefasst wird, um grossflächige Fensteröffnungen zu ermöglichen. Dem Skelettbau sind geschosshohe, grau lasierte Holzpaneele vorgesetzt. Auch wenn diese die konstruktive Logik des Holzbaus widerspiegeln, erinnern sie doch von Weitem an Beton und vermitteln dem Schulhaus einen massiven, wie auch einen urbanen Charakter. Die einzelnen, vorgefertigten Elemente waren an der maximalen Transportkapazität orientiert, auch die Holz-Beton-Verbundelemente für die Geschossdecken. Die Montage dauert lediglich zwölf Wochen. Das Oberstufenschulhaus Peschier ist ein wichtiger Beitrag, moderner Holzarchitektur Gestalt zu geben. Die Räume bestechen durch Klarheit und eine präzise Ausformulierung.
Rüegg, Artur; Gadola, Reto; Lauener, Donatus: Konstruktion und architektonischer Ausdruck: Holzbau Fassaden. Zürich 2002, S. 38–43. – Cêtre, Jean-Pierre: Ecole de Peschier, architecture du «nouveau bois»?, in: Ingénieurs et architectes suisses 19/2001, S. 372–373. – Aeby, Patrick: Le sens de la mesure – groupe scolaire de Peschier, in: Ingénieurs et architectes suisses 19/2001, S. 368–371.
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