Der Neubau des Kommandogebäudes vereint die Dienststellen der Kantonspolizei Freiburg und folgt der kantonalen Prämisse «Bessere Nutzung von Holz im öffentlichen Bauwesen». Der kubische Baukörper steht in einer volumetrische und funktionale Beziehung zur bestehenden Einsatzzentrale der Gendarmerie: Die Fuge ist als Rücksprung ausgebildet, die gegenüberliegende Schmalseite des flach gedeckten Riegels ist ebenfalls gestaffelt gestaltet. Im Norden ist dem Riegel ein mächtiger Annex vorgesetzt, der die Tiefe der Einsatzzentrale aufnimmt. Der differenzierte Kubus folgt einem konstruktiven Raster von 2.1 Metern in Längsrichtung und ist in der Breite in drei, grundrissprägende Zonen von 7.2 bzw. 12 Metern Spannweite gegliedert. Die Tragstruktur über dem massiven Untergeschoss besteht mehrheitlich aus heimischem, roh behauenem Holz (Stützen 28 x 28 Zentimeter), das auch die Atmosphäre der Innenräume prägt. Die Aussteiffung erfolgt über zwei Stahlbetonkerne, die Akustiv wird gewährleistet durch eine 10 Zentimeter dicke Betonschicht über vorgefertigten Massivholzelementen. Die Installation erfolgt im folgenden Hohraumboden. Das Planungsteam entschied sich, die Holzkonstruktion mit einem Mantel aus eloxiertem Aluminiumblech zu schützen. Dieser ist durch ein strenges Fensterraster gegliedert, das die beiden Längsseiten gleichmässig überzieht. Schade, wird die nachhaltige, konstruktiv gut umgesetzte Prämisse nicht auf den ersten Blck ersichtlich!
Prix Lignum 2018: 1.Preis Region West / Spezialpreis Schweizer Holzbau
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