Das Schulhausprojekt am Stadtrand von Genf gründet in einem Wettbewerbserfolg und umfasst eine Grundschule, eine Förderschule, Mehrzweckräume und eine Sporthalle. Die vier Bauwerke bilden eine durchlässige Schnittstelle zur weiten Landschaft am Jurasüdfuss, die Aussenräume bilden ein Netz. Der Holzhybridbau besteht im Fall Vergers aus einem verglasten Holztragwerk im Inneren, das von einem Betongerüst eingefasst wird. Die Decken sind als Holz-Beton-Verbunddecken mit Spannweiten von 4 bis 12 Metern konstruiert. Die vorgelagerten Betongerüste bergen Laubengänge resp. Fluchtwege, fungieren zugleich als konstruktiver Holzschutz und machen Aussenjalousien entbehrlich. Sie wurden zuerst errichtet und übernehmen ausserdem auch eine aussteifende Wirkung. Die Schulhäuser bestechen durch den Material- und Formkontrast innerhalb des Konstruktionsrasters: Betonstützen und Auskragungen sind expressiv kantig und zackig ausgebildet und akzentuieren die geordneten Fassaden. Zweifelsohne ist der Schulkomplex von hoher gestalterischer Qualität, er sieht einfach nicht nach einem Holzbau aus.
Prix Lignum 2021, Region West, 2. Rang
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