Der Linsberg (430 m ü.M.) erhebt sich im Osten von Riehen. Zu seinen Füssen entstanden in den 1930er-Jahren einige Villen in traumhafter Panoramalage. Das Chalet Im Linsberg (Inschrift) erhebt sich über einem massiven, ausladenden Sockelgeschoss, das das Hauptgeschoss mit einem umlaufenden Balkon umgibt und einen verglasten Wintergarten beherbergt. Der halbrunde Vorbau ist jüngeren Datums. Das repräsentative Gebäude besticht im Kontext der Chalets durch ein umfassendes Angebot an Aussenräumen: auch im 1. Obergeschoss und im Dachgeschoss finden sich Balkone. Der horizontal beplankte Ständerbau besticht durch zahlreiche Zierelemente, etwa gewendelte Streben am Rand des ausgestellten Krüppelwalmdachs, geschweiften Konsolen und Fensterfassungen, profilierten Deckleisten oder einem Zierfries auf Höhe der Geschossdecke. Das Haus ist braun gestrichen, die Zierelemente sind weiss/Schwarz gestrichen. Der Chaletbau gründet im 19. Jahrhundert, etablierte die Vorfertigung und initiierte international den Schweizerhausstil – einen Stilmix ländlicher Bauformen für den Villenbau und öffentliche Bauaufgaben. Während im Linsbergweg 15 zur gleichen Zeit dem gedrungenen Oberländer Blockbau gehuldigt wurde, folgt das nahe Chalet Im Linsberg einer freien Komposition, mit hohem Fensteranteil – für diese Zeit eine Besonderheit.
Bilder












Prozess
![Kontext. Foto: Staatsarchiv Basel-Stadt [StABS, BALAIR 3630], 1934](/wAssets/img/projects/4126_02_Linsbergweg/4126_02_Prozess/weblication/wThumbnails/BALBS3630-da0e9e6a-77323229@1025w.jpg)
