Das Centre Albert Anker würdigt den Schweizer «Nationalmaler» (1831–1910) und ist im heute denkmalgeschützten Haus der Familie untergebracht. Das Haus wurde von Ankers Grossvater 1803 im Stil eines typischen Seeländer Bauernhauses mit Stallungen errichtet. Anfang der 2020er-Jahre wurde eine Erweiterung, ein Lager, erforderlich. Der Neubau gleicht einem Tresor. Ein geschlossener Baukörper ist mit einer Raumschicht umgeben, deren obere Hälfte mit einem Schleier aus Lamellen aus sägeroher Eiche umhüllt ist – ein äusserst eleganter, konstruktiver Holzschutz. Schräge Stützen verankern den Schleier mit der über dem Terrain schwebenden, hölzernen Bodenplatte. Die Bodenplatte gründet auf einem massiven Betonwanne. Die Wände des Untergeschosses bestehen ebenso wie der «Tresor» aus Vollholzelementen aus Tannenholz. Vollholz (Mondholz) wurde gewählt, da ein Kunstlagerraum hohe Anforderungen an die Klimatisierung stellt und sich die Trägheit der Masse hierbei positiv auswirkt. Die Hölzer formen an den Fassaden ein Relief, das mit geratserten Dübeln ornamentiert ist. Zahlreiche Schweizer Museen haben in den letzten Jahren einen «Cube» ergänzt, meist errichtet von Starachitekten. Der Inser Pavillon setzt in seiner Holzausführung neue Massstäbe.
Design Educates Awards - Silver Prize 2025, Prix Lignum 2024, Region Mitte
Hegg, Marcel: Kunstpavillon Albert Anker, Ins, in: swiss-arc.ch (2.4.2024).
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