Das Zürcher Giesshübel-Areal hat in den letzten Jahren eine spannende Transformation erfahren: vom peripheren Güterumschlagplatz zum lebendigen Quartier. In den 2000er-Jahren wurde ein Projektwettbewerb aufgegleist und sechs Architekturbüros eingeladen. Beim Betriebsgebäude der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU mussten die beiden Sockelgeschosse erhalten bleiben, da eine Verlegung von Stellwerken und anderen technischen Anlagen zu aufwendig gewesen wären. Entsprechend wurden nur das 2. und 3. Obergeschoss rückgebaut und stattdessen vier weitere Geschosse ergänzt. Neu befinden sich in den Sockelgeschossen auch Büros und in den Obergeschossen 24 Mietwohnungen Das Angebot umfasst drei Wohnungstypen, die sich jeweils durch den ganzen Riegel ziehen. Alle Wohnungen besitzen Balkone, die dem Bau vorgelagert wurden und sein neues Antlitz bestimmen. Insgesamt waren 690 vorgefertigte Holzrahmenelemente für die Wände und Hohlkastenelemente für die Deckenkonstruktion erforderlich. Dank der Vorfertigung konnten diese in nur 30 Arbeitstagen montiert werden. Der urbane Holzbau tut sich schwer, die Fassaden negieren mit einem verputzten Wärmedämmverbundsystem ihre Konstruktion. Dennoch: Die Aufstockung des Betriebsgebäudes BZU gehört zu den Pionierbauten der Transformation von Bestandsbauten mit Holzkonstruktionen.
Joanelly, Tibor: Zur Arealüberbauung Giesshübel Zürich von Burkhalter Sumi Architekten, in: Werk, Bauen + Wohnen 5/2014, S. 76–79. – Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU AG (Hg.): Betriebs- und Wohngebäude Wolframplatz 20–22 Zürich Giesshübel. Zürich 2013.
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