Das Stanserhorn ist eine Touristenattraktion seit 1893, dem Bau der ersten Seilbahn. Seitdem wurde das Angebot permanent weiterentwickelt. Ende der 1990er-Jahre kamen 40 Prozent der Stanserhorn-Gäste von einem einzigen Reiseveranstalter. Als dieser plötzlich wegbrach, geriet das Stanserhorn in Bedrängnis. Der Entscheid fiel, eine neue Attraktion anzubieten: das erste Drehrestaurant der Innerschweiz. Es zeigt sich, dass die Abhängigkeit vom internationalen Tourismus wenig nachhaltig ist. Aktuell, 2026, wurde ein Projektwettbewerb für einen noch komfortableren Neubau abgeschlossen. Möglicherweise ist der innovative Holzbau von 2021 bald nicht mehr zu sehen. Das Rondorama besitzt einen sternförmigen Grundriss, es bietet Platz für 200 Personen und dreht sich in 50 Minuten um 360 Grad. Gedreht wird eine hölzerne Plattform im Zentrum des Restaurants. Weitere Plätze sind an der durchgehend verglasten Fassade angeordnet. Dies erforderte eine stützenfreie Konstruktion, die die zentrale Achse betont. Gelöst wurde dies mit einer Laterne aus Stahl, an die Fachwerkträger anschliessen. Eine geometrische Herausforderung war das mehrfach gefaltete Zeltdach. Das Tragwerk lagert auf roh belassenen Baumstämmen. Der aussergewöhnliche Solitärbau erforderte einen Anschluss an die Bergstation, der etwas ungelenk geraten ist. Es wäre schön, würden sich die Neubauvisionen hierauf beschränken.
Pestalozzi, Manuel: Neues Bergrestaurant auf dem Stanserhorn, in: swissarchitects.com (16.4.2026). – Christen, Beat: Und die Berge drehen sich doch, in: Nidwaldner Kalender 2002, S. 83–86. – Piazza, Matthias: Vor 20 Jahren begannen sich die Berge auf dem Stanserhorn zu drehen – das neue Restaurant sorgte für einen Ansturm, in: Nidwaldner Zeitung 22.4.2021.
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