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Bauernhaus Waldschlag

Oberägeri, ZG
1750
Bauzeit
um 1750

Der schlichte Blockbau am Waldschlag 2 liegt abseits, hoch über dem Dorf Oberägeri. Er ist von einer Streuobstwiese umgeben, die in eine steile Hangkante übergeht. Ob der Bau einen Zusammenhang mit dem dort vorbeiführenden Pilgerweg über Grod und St. Jost nach Einsiedeln hat, ist unklar. Vermutlich wurde das Haus um 1750 errichtet. Der Blockbau ist nicht besonders gross und im Erdgeschoss zweiraumtief ohne Quergang in Stube, Nebenstube und Küche eingeteilt. Im Obergeschoss befinden sich drei Kammern. Das Dach ist flach geneigt erhalten, eine Seltenheit, da die Dächer oft nachträglich umgebaut und mit steilen Dachneigungen versehen wurden. Ursprünglich besass das Haus an beiden Traufseiten Lauben. Diese wurden zu unbekannter Zeit abgebaut. An der Westseite wurde stattdessen ein zweigeschossiger Schopfanbau erstellt, an der Ostseite verlängerte man das Klebdach der Giebelfront. Der Hauseingang auf der Nordseite besitzt noch die massiven, bauzeitlichen Türpfosten, wird jedoch von einem jüngeren Pultdachanbau überdeckt. Bei einer Sanierung in den Jahren 1985/86 musste ein Teil der Blockkonstruktion und das Dach aufgrund des schlechten Zustandes ausgetauscht werden. Das Haus ist besonders durch das erhaltene flache Tätschdach ein wichtiger Zeuge der ländlichen Zuger Baukultur des 18. Jahrhunderts.

Adresse
Waldschlag 2, 6315 Oberägeri
Höhe
984 müM
Lage
Hang
Kontext
Land
Nutzung
Landwirtschaft, Wohnen
Tragwerk
Decke
Balken
Fassade
Holz
Geschosse
2
Untergeschosse
1
Literatur

Amt für Denkmalpflege und Archäologie (Hg.): Inventarblatt, Oberägeri, Waldschlag 2. Stand 2023. (Archiv Denkmalpflege- und Archäologie Zug). – Grünenfelder, Josef: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug (Bd. 1). Das ehemalige äussere Amt. Bern, Basel 1999, S. 317. – Denkmalpflege Kanton Zug (Hg.): Bauernhaus Waldschlag, in: TUGIUM 3/1987, S. 21.

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Bilder

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