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SAC-Skihaus Oberfeld

Haldi, UR
1934
Bauzeit
1934

Das SAC-Skihaus Oberfeld auf dem Haldi ist eine moderne und für die Entstehungszeit innovative Interpretation eines alpinen Blockbaus. Es besteht aus zwei versetzt angeordneten Pultdachkuben, die jeweils auf einem Bruchsteinsockel ruhen. Die talseitige Schauseite kennzeichnen vorkragende Deckenbalken sowie ein Vordach. Die Befensterung ist unregelmässig und folgt dem Bedarf. Die Konstruktionshölzer wurden dunkel gefärbt, wohl um das Nachdunkeln in der Sonne einheitlich zu gestalten. Farbakzente setzen schlichte Fensterläden. Inzwischen ist der Bau verschindelt. Die Raumaufteilung erfolgt durch eine einfach Ständerkonstruktion. Das mit einem Kachelofen beheizbare Skihaus war ein äusserst komfortabler wie heimeliger Ort mit 45 Sitz- und 38 Schlafplätzen in Stockbetten. SAC-Hütten sind für Bergsteiger konzipiert, die SAC-Skihäuser für Skitourismus und Wanderer ausgelegt. Sie liegen deutlich tiefer. Da der Skitourismus auf Haldi stark zurückgegangen ist, veräusserte die SAC-Sektion Gotthard den Bau, der von den neuen Besitzern 2011 erweitert wurde. Neben dem Ortstockhaus von Hans Leuzinger aus dem Jahr 1930 in Braunwald gehört das Skihaus Oberfeld zu den einzigen erhaltenen Vertretern dieses Bautyps aus der Zwischenkriegszeit.

Adresse
Säumli 3, 6469 Haldi
Höhe
1311 müM
Lage
Hang
Kontext
Bergregion
Nutzung
Tourismus
Tragwerk
Decke
Balken
Fassade
Faserzement
Geschosse
2
Untergeschosse
0
Literatur

SAC-Skihaus Oberfeld bei Altdorf, in: Schweizerische Bauzeitung 8/1934, S. 95–96. – SAC-Skihaus Oberfeld der Sektion Gotthard SAC bei Altdorf (Uri), In: Schweizerische Bauzeitung 2/1938, S. 36–37. – Schmidt, C. A.: Schweizer Holzbau. Zürich 1936, S. 86–89. – Oechslin, Werner: Albert Heinrich Steiner. Architekt – Städtebauer – Lehrer. Zürich 2001, S. 140–141, S. 156. – Müller, Thomas: Der Clubhüttenbau in den Urner Alpen – Ein Beitrag zum Jahr der SAC-Hütten, in: Historisches Neujahrsblatt Uri 2005, S. 9–56. – Sauter, Marion: Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri (Bd. III): Schächental und unteres Reusstal. Bern 2017, S. 173.

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Bilder

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